Dienstag 10.8.99:

5:00 PING! Aufstehen. Draussen hat's fette Wolken, trotzdem Rucksack packen und auf geht's.
6:15 Frühstück beim Burger King (den Arbys gibt's nicht mehr, das kleine Motel in dem wir 92 waren auch nicht), dann auf zum Secret Canyon Trailhead. FR152. Was für ´ne Strasse. Ohne 4x4 würde ich die nicht fahren. Ziemlich ausgespült vom Wolkenbruch gestern, vor allem in den Creekdurchquerungen. Den Spuren nach bin ich das erste Fahrzeug. Trailhead Parking - keiner da - richtig unheimlich!!
7:30 Hike, Hike. Der Weg ist sandig, im Creek selber steinig. Stellenweise hat's Tümpel vom Regen, der Sand ist noch feucht. Wunderschöne Gegend, es ist nur entsetzlich schwül und die Mücken sind eine Plage - trotz hochgiftigem Repellent! Das macht echt keinen Spass. Nach 2,5km und etliche Stichen im Secret Canyon drehe ich um. Schade. Auf dem Rückweg rattelt's mal wieder im Gebüsch rechts neben dem Trail - schnell weiter.
8:55 Zurück am Auto. Ein Jeep kommt, dreht um, und fährt wieder weiter. Wahrscheinlich die Autoaufbrechpiraten vor denen hier überall auf Schildern gewarnt wird. Rückfahrt ins Motel - Stiche versorgen, teilweise dick geschwollen und jucken. So was jetzt?!
Devil's Bridge von unten Neuer Versuch! Devils Bridge Trail. Diesmal wirkt das Mückenmittel! 6 Amideutsche brechen kurz vor mir auf. Gut, bin ich wenigstens nicht allein. Allerdings kommen die erst 20 Minuten nach mir an der Bridge an, hihi Aufstieg verpasst. Ich hör die Diskussionen von oben, so wie die rumtun verlaufen sie sich zuhause im eigenen Kleiderschrank...Die Steinbrücke ist begehbar. Ich lass mich von einem der anderen fotografieren. Wenn das meine Mama wüsste. Mit 1 Meter Fels unter mir, zig Fuss über der Erde... Picknick auf der Arch. Nur die vorbeidonnernden Scenic Flights stören die Ruhe (selten ein Flugzeug, bzw. Helikopter von oben gesehen...)
Um ¾ 12 bin ich wieder am Auto - total durchgeschwitzt. Wasser nachfüllen.
Kurzentschlossen fahre ich weiter zum Fay Canyon Trailhead. Absolut fantastisch. Der Weg zur Fay Arch ist schmal und steil mit Kaktusserln am Rand und auch mitten drin, toller Ausblick von oben. Ich klettere nicht bis unter und hinter die Arch, sondern drehe vorher wieder um. Fay Canyon
Die Lichtverhältnisse ändern sich ständig mit Wolken und immer wieder Sonne. Weiter den Canyon bis zum Ende. Der Trail schlängelt sich zwischen Bäumen immer am Creek entlang. Ich setze mich auf einen Steinblock unter eine alte Juniper und mümmle Cookies. Der Platz wäre perfekt, wenn nicht alle 10 Minuten ein Scenic Flight drüberknattern würde - blöde TUIs! 2 Amis kommen vorbei und fragen wo's denn hier zur Arch geht. Ich erkläre ihnen, dass der Sidetrail mit einem grossen Steinpfeil gekennzeichnet ist - blindes Volk, drübergefallen und doch nicht gesehen. Auf dem Rückweg baue ich denen einen Cairn genau auf dem Pfeil, vielleicht hilft das was.
14:15 Rückfahrt ins Motel, duschen. Nix duschen - vom Motel aus geh ich zu Fuss 77 Stufen runter zum Oak Creek, leider 'ne ziemliche Brühe (reichlich Müllhaltig). Dafür ist die Poolarea total leer, nix wie rein ins Wasser.
14:50 Ahhhh herrlich! Was tun mir die Schultern weh. Im Whirlpool merkt man das erst so richtig.
15:30 Jetzt fahr ich was essen und dann schau ich bei der Outlet Mall in Oak Creek rein, was die so haben....
17:55 So,T-Shirts gekauft, gebummelt, Taco Salad gegessen (bap), noch durch die Hillside Mall gelaufen (ne echte Tourist Trap mit Galerien und Antik und Art und Schnieke und Huch und.....) - wieder im Motel. Ich setz mich an den Pool und schreibe Postkarten. Mein Kopfweh wird immer schlimmer, kommt wohl vom neuen Hut.

Blick von Airport Mesa nach Süden
Um 19:15 mach ich mich auf, die Postkarten einwerfen und Sunset gucken. Mist, am Briefkasten vorbeigefahren, also erst Sunset. Der Aussichtspunkt ist rappelvoll. Vom Airport aus mach ich ein Bild vom Gewitter, das von Süden her aufzieht, ziemlich schnell ,und gross, und tschüss - nix wie ins Motel. Aber erst noch die Karten einwerfen. Beim Auto absperren fallen die ersten, echt fetten, Tropfen. Was'n timing! Tortillas, Dip und Fernsehen - oh dolce vita. Über mir flappt der Miefquirl, draussen ist Weltuntergang - guuuut, dass ich nicht campe!

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