12.6.99 Samstag :

Unruhige Nacht, wahrscheinlich zu voller Magen. Um sechs ist C endgültig wach, aber wir schaffen es mal wieder, bis 7 liegen zu bleiben. Nach Pfannkuchengefrierbollerfrühstück ist um 9 das Auto eingeräumt, Oberkante Unterlippe (unsere Anoraks liegen im Beifahrerfußraum). Kunzelmanns kommen zu uns (sie waren marginal eher fertig) und kriegen noch 3 Boller und ein Tüteneis ab. Beim Schultz erfahren wir, daß Sivbo ausgerechnet in der Zeit, wo wir nächstes Jahr kommen wollen (Mitte/Ende Juni) schon belegt ist. Also Sambo oder ganz was anderes oder andere Zeit (Juli)?). Mist. Noch schnell eine Karte an den Lukas geschrieben, dann trennen wir uns, wir fahren über die nette Hoppelstrasse über Henne Richtung Vejers ab nach Süden. Hoppala, mit vollem Auto bekommen diese Buckel und Kurven eine ganz andere Qualität.. Wir sind noch nicht in Esbjerg, da heißt es schon "wann sind wir endlich da??". B wird mit Nüssen und Äpfeln vertröstet und Chrissie tut das Richtige und pennt (war ja auch ´ne kurze Nacht). Kurz nach der Grenze halten wir an einem Parkplatz zum Wasser ablassen und Selbiges und Kalorien nachfüllen. Nordfriesland sieht mal wieder sehr erfrischend aus. Nach einer weiteren halben Ewigkeit sind wir kurz nach 2 endlich in Friedrichskoog und finden unseren Bauernhof (Andreßen). Die Tochter des Hauses zeigt uns unsere zweistöckige Wohnung, die mittlere von dreien auf der Westseite der ehemaligen Scheune des Hofes, mit Duschbad, Abstellraum unter der Treppe und Küchenwohnzimmer unten und Schlafzimmer und langgestrecktem Kinderzimmer oben. Etwas unpersönlich (nach DK), aber durchaus brauchbar. Ein Karton mit der Lieferung der bestellten Vorräte vom Edeka ist auch schon da. Knapp verpaßt, denn jetzt muß einer (J) hinfahren zum Bezahlen. Die Kinder sind vor Freude nicht mehr zu halten: eine Scheune mit allerlei (vielen) Fahrzeugen (Fahrräder, Traktoren, Dreiräder, Bobbycars, Kettcars) und draußen Pferde!, Hühner, Katze, Hund, Ziege. Sie sind kaum an den Strand zu bewegen (erst als das Reitermädchen Jennifer Bettina verspricht, daß sie nachher auch mal darf, wenn sie jetzt brav mit uns mitgeht). Im Watt, das wir nach einem Münzschluckminitraktor (ist auch ohne Geld attraktiv für Sohni) erreichen, kommen wir vor dem ersten Querpril in den Sumpf. Sowas Blödes, knietief. Es fühlt sich auch so fettig an, ob das wohl die zwei sichtbaren Bohrinseln sind? B treibt's heim und Chrissie ist kalt, also kann C um 1/2 7 die Küche mit Frikadellen einweihen. Allgemeiner Bärenhunger. B sinkt danach ins Bett, aber Sohnemann macht noch bis nach 9 rum, mit Lego bauen und anderen Mätzchen, bis er endlich die Kurve kratzt. Sonnenuntergang um 10, Tagebuch schreiben bis kurz vor 11. Logout.

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