Montag 7.9.98:

Ahh ausschlafen! ½ 8, es regnet mal wieder. Trotzdem aufstehen, Betti ist auch schon wach. Frisches Baguette zum Frühstück fällt wegen Nässe aus. Noch während wir essen, kommt die Sonne durch, es scheint doch noch schöner zu werden. Wir lassen's langsam angehen und brechen gegen ½ 11 auf Richtung Feenwald (Brocéliande). Auf dem Weg dorthin geht Co noch einkaufen, dann fahren wir auf einer winzigen kurvigen Strasse nach Tréhorenteuc zum dortigen Tourist Info. Kirche besichtigen kostet 5FF pro Nase - kleine Nasen gratis - anschließend irren wir durch den Ort da wir ein Schild Crêperie gesehen haben. Endlich am Ortsende versteckt, aber verschlossen. Wir wollen grade wieder gehen, als aus einem Fenster im ersten Stock "Bonjour" tönt, eine Frau kommt dann die Treppe runter und sperrt uns auf. Es gibt Crêpes und Galettes exklusive für uns (mit sucre für Chrissi, chocolat für Betti und fromage/tomate für uns - alles zusammen 70FF). Dann machen wir uns auf den Weg zum See Miroir aux Fées mit dem Arbre d'Or und weiter zum val sans retour. Wunderschön mit warmem Wind, immer wieder Sonne zwischen Puschelwolken, mannshohe Ginsterbüsche. Der Weg führt über Felsen - die Kids dürfen klettern - oben am Hügelkamm über dem val entlang bis zu einem zweiten See; dann im Talgrund zwischen Brombeerranken (Hmmmm lecker) weiter zur Maison de Viviane. Wir schaffen's nicht ganz, denn Betti tun die Füße weh und Chrissi hat Angst, nachdem wir ihm erzählt haben, dass die Fee junge Männer behält und einsperrt (natürlich nur die, die ihrer Frau untreu waren - aber das ignoriert er). Also Rückweg, diesmal unten durch das val. Auf dem Rückweg begegnen uns Radler. Alle sagen brav "Bonjour" nur Betti sagt laut "Guten Tag" - die wären fast vor Lachen an ’nen Baum gefahren. Chrissi sitzt in der Kraxe und erzählt er sei ein gestohlener Prinz und die Fee hat ihn gaaanz lieb gehabt. Betti erzählt ihm dann, dass die Fee tot ist, woraufhin er fast weint. Aber dann entscheidet er sich, dass er danach zu uns gekommen ist, und damit ist seine Geschichte wieder in Ordnung. Nächste Station ist ein Wasserschloß (Chateau Trécesson), privat, also nur von außen. Die Kids kriegen ein Eis - schweineteuer - das an einem Bauernhof neben dem Chateau verkauft wird (das Schild mit Eis steht unübersehbar in der Zufahrt zum Schloss). Auf dem Heimweg finden wir in Ploërmel einen Supermarkt mit Tankstelle (3.79FF/l), und da Womili wieder Durst hat, fallen wir dort ein. Abends sind wir wieder am Campground, die Kids toben noch ein bißchen, zum Essen gibt’s Hühnerbrüstchen mit Gemüsereis und Karottensalat - dekorativ auf unseren gelben Campingplastiktellern, dann hilft Betti abspülen und um 9:00 herrscht Ruhe, noch ein paar Zeilen schreiben - mit hiesigem Cidre fließt das so richtig - Shutdown. km 1319

Schloss Trécesson

Schloss Trécesson

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