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Um halb acht schon wach, nach unruhiger Nacht (Vollmond? Nee, vielleicht der Kaffee
gestern mittag). Draußen neblig bedeckter Himmel und nur ein laues Lüftchen.
Warm. Nach dem Frühstück klart es auf und nur über dem Meer bleibt eine
Nebelbank (oder sowas) stehen. Dank schlechter Stimmung in der Familie (Kinder sind wohl
nicht ausgeschlafen und B trotz eben bekommener Sonnenbrille sauer) macht C alleine eine
lange Wattwanderung (1 ½ Stunden, bis hinter das weiße Dreiecksgerüst, ca.
3 ½ m hoch, auf das man klettern kann). Aber das Watt ist nicht schön, praktisch
nirgends fest, ganz wenig Prile und fast keine Canyons. Nach der Brotzeit sieht man das
Meer reinfließen. Die Kinder rollen mit dem Nachbarsmädchen den Deich hinunter
(jedenfalls B, die nachher ganz zerpiekt ist, wir wußten damals schon, warum wir
uns in Handtücher wickelten). Dann gehen sie runter zum Sandkasten, Tang kochen,
bis das Wasser kommt. Inzwischen ist der Himmel zugezogen, nur noch gelegentlich kommt
die Sonne durch die bleierne Wolkendecke. Und dann steigt der Meeresspiegel, langsam und
unheimlich. Keine Wellen, die Oberfläche ist ganz glatt, und das Wasser ist ganz
warm. Als es die Oberkante der Sandkasteneinfassung erreicht hat, geht sogar Christoph
plantschen: er besteht darauf, daß es ihm nicht kalt ist und rennt nur mit Badehose
ins Meer. B plantscht mit einem Jungen mit Seepferdchenabzeichen um die Wette. Dann
rutschen sie alle die Rutsche hinunter, die nass ganz schön schnell ist, Chrissie
sogar etwa 5 mal (mit Auffangen). Beide tauchen bis über die Schultern ein und
manchmal sogar unter (Chrissies Arme sind nicht lang genug zum Handstandlaufen in dieser
Wassertiefe). Nach etwa einer halben Stunde kommt Wind auf und sie beginnen zu
frösteln. Ab unter die Dusche (B) und abtrocknen. Der Papa bekommt von alledem
nichts mit, so vertieft ist er in sein spannendes Buch (Monkey Wrench Gang). Bis alle
wieder angezogen sind stürmt es schon; so stark, daß B's Sonnenhut fast
davonfliegt, als wir über den Deich gehen. Die Hüpfburg, die wir beim Kurhaus
entdecken, wird leider wegen Regenangst abgebaut, nachdem die Kinder eine Minute drauf
waren. Na gut, dann gehen wir halt ein Eis essen. Während der zusammen 11 Eiskugeln
beobachten wir, wie draussen der Wind den Sand und Staub vom Parkplatz herumtreibt. Als
wir wieder aus dem Café kommen, ist es kalt geworden; und bis wir zu Hause sind,
regnet es. Daheim gibt es die große Kinderwäsche und spielen im Haus mit den
Nachbarn. Erst nach dem Essen reißt es wieder auf, und als Stoffele schon im Bett
liegt (aber noch nicht schläft: Angst alleine), machen C + B noch eine Radtour bis
zum Deich im Norden und schauen ein superniedliches (Wochenend-) Häuschen an
(Heidruns Traum, kleines Haus mit reisigem gepflegten Zier-, Obst- und Gemüse-Bauerngarten).
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