Es kübelt immer noch. Erst während des Frühstücks gegen 9:30 hört es auf. Co und Betti gehen Einkaufen – das letzte französische Mineralwasser schmeckte sowas von Igitt nach Seife – als sie wiederkommen sind wir abfahrbereit. Wir düsen Richtung Meer, überqueren die Montes d'Arrée (Paßhöhe 344m – ein echtes Hochgebirge) im nassen Nebel, besichtigen ein Steinlanggrab im strömenden Regen vom Womofenster aus, lassen einige Kirchen wegen zu hoher Feuchtigkeit links liegen, bis es kurz hinter Sizun aufklart. La Martyre und La Roche Maurice bei Sonne ist doch was. Noch schnell ein Tunasandwich um eins und dann weiter.
La Roche Maurice
Um ½ 3 sind wir nach
einem Abstecher über die Küstensightseeingstraße (L'Aber
Vrac'h) an unserem anvisierten Campground. Man spricht deutsch und wir
finden einen Stellplatz neben einem Stromkasten mit Blick aufs Meer und
auf den Spielplatz. Ein Berliner vom Stellplatz gegenüber erklärt
uns großspurig, dass er immer eine 50m Rolle Verlängerungsschnur
und passende Adapter dabei hat, wenn er Wohnmobil fährt (Angeber).
Die Kids sind happy, ein kleiner Schauer wird mit einem Joghurt / Schokolade
/ Baguette (in Frankreich ißt man zu allem Baguette) Snack überbrückt.
Dann scheint wieder die Sonne und wir gehen an den Strand. Ah Sand, der
Wind pfeift und die Flut ist am auflaufen. Hallo Atlantik, hier sind wir
(genaugenommen ist es an dieser Stelle ja der Ärmelkanal). Die Kids
suchen Muscheln, weiter draußen flitzen Surfer hin und her, von Westen
nähert sich bedrohlich eine schwarze Wand. Wir schaffen es gerade
noch so zum Womo -–Wolkenbruch. Macht nix, gibt's halt Abendessen, Süßkartoffeln
mit Butter (der Quark ist hinüber, vom vielen Gerüttel ist ihm
schlecht geworden...). Danach, es hat wieder aufgehört zu regnen,
gehen die Kids nochmal spielen, wir ratschen mit einer anderen Womokidmutter,
dann darf Chrissi baden (es gibt nämlich eine extra Kinderbadewanne
in einem beheizten Sanitärraum hier!!). Bei einem Rundgang stellen
wir fest, dass hier fast nur Deutsche sind. km 1542
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