Mittwoch 9.9.98:

Es kübelt immer noch. Erst während des Frühstücks gegen 9:30 hört es auf. Co und Betti gehen Einkaufen – das letzte französische Mineralwasser schmeckte sowas von Igitt nach Seife – als sie wiederkommen sind wir abfahrbereit. Wir düsen Richtung Meer, überqueren die Montes d'Arrée (Paßhöhe 344m – ein echtes Hochgebirge) im nassen Nebel, besichtigen ein Steinlanggrab im strömenden Regen vom Womofenster aus, lassen einige Kirchen wegen zu hoher Feuchtigkeit links liegen, bis es kurz hinter Sizun aufklart. La Martyre und La Roche Maurice bei Sonne ist doch was. Noch schnell ein Tunasandwich um eins und dann weiter.

La Roche Maurice
La Roche Maurice

Um ½ 3 sind wir nach einem Abstecher über die Küstensightseeingstraße (L'Aber Vrac'h) an unserem anvisierten Campground. Man spricht deutsch und wir finden einen Stellplatz neben einem Stromkasten mit Blick aufs Meer und auf den Spielplatz. Ein Berliner vom Stellplatz gegenüber erklärt uns großspurig, dass er immer eine 50m Rolle Verlängerungsschnur und passende Adapter dabei hat, wenn er Wohnmobil fährt (Angeber). Die Kids sind happy, ein kleiner Schauer wird mit einem Joghurt / Schokolade / Baguette (in Frankreich ißt man zu allem Baguette) Snack überbrückt. Dann scheint wieder die Sonne und wir gehen an den Strand. Ah Sand, der Wind pfeift und die Flut ist am auflaufen. Hallo Atlantik, hier sind wir (genaugenommen ist es an dieser Stelle ja der Ärmelkanal). Die Kids suchen Muscheln, weiter draußen flitzen Surfer hin und her, von Westen nähert sich bedrohlich eine schwarze Wand. Wir schaffen es gerade noch so zum Womo -–Wolkenbruch. Macht nix, gibt's halt Abendessen, Süßkartoffeln mit Butter (der Quark ist hinüber, vom vielen Gerüttel ist ihm schlecht geworden...). Danach, es hat wieder aufgehört zu regnen, gehen die Kids nochmal spielen, wir ratschen mit einer anderen Womokidmutter, dann darf Chrissi baden (es gibt nämlich eine extra Kinderbadewanne in einem beheizten Sanitärraum hier!!). Bei einem Rundgang stellen wir fest, dass hier fast nur Deutsche sind. km 1542
 
 
Camping des Abers
Blick vom Campingplatz

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