Es ist kalt und feucht, wir stehen um 7 auf, gehen abwechselnd duschen, machen Womili nach dem Frühstück abfahrfertig und sind um 10:15 unterwegs. Kurz nach Tréglonou suchen wir den ersten Menhir heim (Menhir de Loc Majan), Womili macht sich gut neben dem Stein. Als nächstes sind der stehende und der liegende Menhir von X dran. Schauer und schlechte Wege schrecken uns nicht ab, erst als wir vor dem matschigen Trampelpfad stehen, geben wir auf. Ein Telefoto – das war’s. Den liegenden Menhir sieht man eh nicht – blödes Maisfeld. Dritte Station größter noch stehender Menhir (Menhir de Kerloas). Irgendwelche Ferkel haben den Stein mit grüner Graffiti beschmiert – trotzdem ein Familienbild. Weiter geht's nach Le Conquet. Enge Gäßchen, Regenschauer. Die Besichtigung von Leuchtturm mit Abtei in St. Mathieu fällt aus – wir kriegen keinen Parkplatz, alles voll von Autos. Was soll’s, gehen wir halt als Ausgleich im nächsten Ort Pizza mitnehmen und essen sie im Womili (puh, war das ein feines Lokal; aber wer soll das ahnen, wenn sie "Pizza à emporter" (zum Mitnehmen) draussen hinschreiben). Weiter geht's nach Brest. Erst verfahren wir uns vor der Hängebrücke, dann im Hafen, aber wir finden trotzdem wieder raus. Bei Le Faou biegen wir Richtung Crozon ab; über eine alte Brücke, die ab Montag gesperrt wird (was haben wir doch für Glück) geht's zum Cidre Museum. Interessant, leider alles französisch, aber am Schluß darf man sich durchprobieren (Cidre brut und doux, Cidrelikör, Calvados-Apfelsaftgemisch, Apfelschnaps, hicks...). Da das Wetter mittlerweile besser ist (vor allem wärmer) beschließen wir, doch auf die Halbinsel rauszufahren und die Pointe de Pen Hir anzuschauen (sehr touristisch, es pfeift entsetzlich, die Sonne scheint, die Wellen brechen sich 50 Meter unter einem – recht eindrucksvoll, aber ein Alptraum mit freilaufenden Kids, die in den Felsen turnen...). Beim Rückweg noch schnell ein Foto von den Alignements de Lagatjar, dann halten wir an einem wunderschönen Strand zwischen Camaret und Crozon. Die Kids dürfen toben und nach ‘ner Stunde gibt’s im Womo Abendessen. Um 8 fahren wir weiter, weil wir auf einem Parkplatz in St Marie de Menez Hom übernachten wollen (empfohlen im Womobuch). Auf dem Weg dorthin fahren wir an 2 Parkplätzen vorbei, die auch geeignet wären. Endlich dort stellen wir fest, dass für Womos von 22 – 8 Parken verboten ist, Sch... . Auch den Parkplatz oben am Menez Hom ziert so ein Schild. Also fahren wir wieder 15km zurück. Jetzt stehen wir auf dem ersten der beiden Parkplätze, Verbotsschild haben wir keins gesehen – ist ja auch schon dunkel... Vor ‘ner ½ Stunde hat Robert angerufen, aber die Verbindung war zu schlecht – ist zweimal abgerissen. Die Nacht ist reichlich unruhig, die Straße neben uns ziemlich befahren (wohl wegen Samstag nacht?!) und Schauerregen. Gegen Mitternacht leuchten uns Scheinwerfer an, wir hören Stimmen – aber wer immer das war verzieht sich wieder, wir dösen weiter. km 1730